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Befreiung von Zaratustra

Für ZARATUSTRA:
–Innensicht (der Weise ) -> Außenwelt (die Unwissenden, die
Gottgläubigen)
–Außensichtveränderung (sagt Innenwelt)
-> Verwandle dich:
Kamel (tragend, leidend) -> „Du sollst!“
Löwe (aufkeimendes Selbstbewusstsein) -> „Ich will!“
Kind (vorurteilsfrei, naiv, „ekstatisch“) -> „Ich schaffe / spiele!“
–Innensicht des Veränderten / Erkennenden / Tuenden
-> ich bekenne mich zu allen Schritten über die Hürden,
aber nur, wenn es keine Widersprüche mehr zwischen
Vergangenem und Gegenwärtigem gibt
-> Vergangenheit ist Gegenwart und
-> Gegenwart ist Vergangenheit
-> Erlösung: „Es ist wie ich es wollte!“
Daher bedarf es keiner RACHE an den Verhinderern

Befreiung für ZARATUSTRA?
-> er Verursacher (am Ende wird er nicht erkannt)
-> der Entwickelte kam zu seiner Erkenntnis

Tugenden

Wieder ​einen ​guten ​Abend Leser,
so ​sei ​es, ​setzen ​wir ​unseren ​keinen ​Disput ​fort ​(meine ​Freude ​ist ​dabei!)

A) ​Verstehe ​ich ​Sie ​so, ​dass ​Tugenden ​Teil ​der ​Geburt ​(Schöpfung ​o.ä.) ​sind?
​ ​ ​ ​ ​So ​mag ​ich ​Ihnen ​insoweit ​widersprechen, ​als ​ich ​meine, ​Tugend ​lernen ​ist Vorbildlernen ​- ​die ​Tugenden ​sind ​doch ​Teil ​einer ​sozialen ​Entwicklung ​und haben ​ein ​historisches ​Moment. ​Erst ​in ​“höher“ ​entwickelten ​Gesellschaften
​ ​ ​ ​ ​spielen ​diese ​Eigenschaften ​eine ​“höhere“ ​Rolle. ​->. ​d.h. ​Sozialkompetenz
​ ​ ​ ​ ​(modern) ​und ​die ​ist ​Erlernbarkeit ​und ​damit ​Lehrbarkeit.

B) ​Kierkegaard ​geht ​eben ​nicht ​davon ​aus, ​dass ​der ​“Delinquent“ ​sich ​erinnert (im ​Gegensatz ​zu ​Sokrates: ​ ​er ​ruft ​durch ​geschicktes ​Fragen ​das ​Vorhandene ab), ​sondern…. ​Und ​das ​Folgende ​weiß ​ich ​noch ​nicht ​(hoffe ​es ​aber ​in ​den nächsten ​drei ​Doppelstunden ​zu ​erfahren).

C)Lieber Leser, ​ich ​muss ​an ​dieser ​Stelle ​einmal ​betonen, ​dass ​ich ​in ​der
​ ​ ​ ​ ​Diskussion ​mit ​Ihnen ​fast ​ausschließlich ​Kierkegaard ​interpretiere ​(voller ​ Lust am ​Widerspruch ​oder ​am ​Absurdem), ​aber ​inhaltlich ​sind ​mit ​seine ​Gedanken fremd.
​ ​ ​ ​ ​Für ​mich ​bedeutet ​jeder ​Tag ​Denken ​eher ​eine ​Entfernung ​von ​der ​christliche ​Kultur ​und ​eigentlich ​Befreiung.

Rache als Unfertigkeit

Nietzsche, Zaratustra

Nach „Du sollst…“ (das Kamel ) und „Ich will…“ (der Löwe)
folgt das „spielende Schaffen…“ (Kind) -> Tätigkeiten, die
Phase des Erkennens ->
(Ich wollte was war….)
Das ist die Erlösung (kein Widerspruch zw. Vergangenheit und
Gegenwart)
Ich wollte…
führt zur Unzufriedenheit -> zur RACHE an denen die dieses
Wollen behindert haben. Um moralisch damit umgehen zu
können, führe ich die STRAFE ein (Rache ist zu archaisch).
Befreiung erfolgt durch „So wollte ich es…“

Andere Betrachtung:
Nicht mehr nur von außen, auf die Theorie zum Verstehen,
sondern von innen auf die Wirkung dieser Ansichten!
-> Rache als Wirkfaktor…

Was ist Philosophie?

Was ist Philosophie?
FRAGEN

Eine elitäre Betrachtung der „Denkenden“
Eine exklusive Möglichkeit das Denken zu strukturieren
Sich abzuheben von den uns umgebenden Gedankenschnorrern
Die Welt auf den Kopf bzw. auf die Füße zu stellen
Weltgeltung zu erlangen
Außergewöhnlichkeit
Von den Dingen/Details auf das Ganze/Große schließen
Woher komme ich
Was bin ich? Wann? warum?
In welcher Struktur lebe ich? (gedanklich/ gesellschaftlich)
Warum denke ich so?
Wieso ist das Ergebnis so?
Freiheit
Religion
Revolution
Gesellschaft
Individuum
Ich
Leere
Kosmos
WAHRHEIT ? (Hoffnung auf das Gültige / Endgültige)
-> es ist so…
-> es kann so nicht sein…
-> es könnte möglich sein…
-> es wird so kommen…
Struktur (Manipulation durch Umwelt)

Wittgenstein / Tractatus

Wittgenstein, Ludwig : Tractatus logico-philosophicus

Welt und Wirklichkeit
WELT -> nicht Liste von Gegenständen u. Dingen, die diese ausmachen
-> vielmehr ihre Verbindung (Anordnung)
SACHVERHALTE (verschieden)
-> Dinge können verschieden miteinander verbunden sein
Z.B. Ring im Schaufenster
Ring am Finger
Ring auf der Versteigerung
-> 3 unterschiedliche Sachverhalte
-> diese Sachverhalte können nicht gleichzeitig bestehen
-> nur einer, auf Kosten der anderen

=> dies ist die Wirklichkeit !!!
-> ein tatsächlich bestehender Sachverhalt
-> zwei deshalb nicht bestehende Sachverhalte

Alle Sachverhalte in die ein Ding oder Sachverhalt eintreten kann, sind
dessen FORM

DINGE müssen einfach, atomar (nicht zusammengesetzt, keine Sach-
verhalte) sein

WIRKLICHKEIT = Summe aller bestehenden und nicht bestehenden
Sachverhalte

WELT = gesamte Wirklichkeit

Sprache und deren Bedeutung
BEDEUTUNG in der Sprache -> Sätze werden wahr, durch ihnen als
Welt Entsprechendem

DENKEN -> Tatsachen in Bilder (GeBILDe / Mosaik, also etwasZusammen-
gesetztes)
-> Gedanken-Konstellation

SATZ (sprachlich) -> Zusammensetzung wird „sinnlich wahrnehmbar“
Bezug zur Wirklichkeit : gleiche Zusammensetzung oder
Struktur von
Tatsache – Bild – Gedanke – Satz

Philosophisches Denken

– Für mich ist „philos. Denken“ nicht in erster Linie die Sammlung der Gedanken herausragender
Leute, sondern die Präzision (oder auch „Schönheit“) der Gedankenstruktur – d.h. sichtbar
zu machen, wie/was Menschen denken und wie das die menschliche Kulturentwicklung geprägt
hat. Aber für mich besonders, ist es das Heraustreten aus einem Nebel, der mein ganzes Leben
die Wahrheit verschleierte.
Mit Gefühlen umzugehen gelingt erst, wenn man differenzieren kann zwischen dem Treibenden
(triebhaften) und dem Lenkenden -> führt u.U. zu einer Art Schizophrenie, ist keine vernuft-
gesteuerte Verbindung vorhanden.
Es gibt kein wahrhaftes Leben, ist man nur auf der einen Seite (der rein logische Mensch oder
der emotionale) – ich meine vor allen Dingen gibt es nur den „schwachen“ Menschen – im Bemühen
um Ganzheitlichkeit, letztlich „Wahrheit“ (im Höhlengleichnis von Platon wird am Ende, der die
Wahrheit Wissende von den „Glaubenden“ erschlagen.
Heute sah ich im TV (phoenix) eine Sendung über das „Glück“ und das Wichtigste für mich war
die Erkenntnis, dass die „persönliche Autonomie“ ganz entschieden zum Glück gehört (- alles,
was von außen kommt ist vergänglich, alles, was man sich selber zubilligt bleibt bestehen!).