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Wittgenstein / Tractatus

Wittgenstein, Ludwig : Tractatus logico-philosophicus

Welt und Wirklichkeit
WELT -> nicht Liste von Gegenständen u. Dingen, die diese ausmachen
-> vielmehr ihre Verbindung (Anordnung)
SACHVERHALTE (verschieden)
-> Dinge können verschieden miteinander verbunden sein
Z.B. Ring im Schaufenster
Ring am Finger
Ring auf der Versteigerung
-> 3 unterschiedliche Sachverhalte
-> diese Sachverhalte können nicht gleichzeitig bestehen
-> nur einer, auf Kosten der anderen

=> dies ist die Wirklichkeit !!!
-> ein tatsächlich bestehender Sachverhalt
-> zwei deshalb nicht bestehende Sachverhalte

Alle Sachverhalte in die ein Ding oder Sachverhalt eintreten kann, sind
dessen FORM

DINGE müssen einfach, atomar (nicht zusammengesetzt, keine Sach-
verhalte) sein

WIRKLICHKEIT = Summe aller bestehenden und nicht bestehenden
Sachverhalte

WELT = gesamte Wirklichkeit

Sprache und deren Bedeutung
BEDEUTUNG in der Sprache -> Sätze werden wahr, durch ihnen als
Welt Entsprechendem

DENKEN -> Tatsachen in Bilder (GeBILDe / Mosaik, also etwasZusammen-
gesetztes)
-> Gedanken-Konstellation

SATZ (sprachlich) -> Zusammensetzung wird „sinnlich wahrnehmbar“
Bezug zur Wirklichkeit : gleiche Zusammensetzung oder
Struktur von
Tatsache – Bild – Gedanke – Satz

Helfersyndrom

So saß ich da
und guckte zu,
als diese Welt geschaffen war.
Zurückgelehnt
im Ohrensessel
beschaute ich die Werke.

Mein Gott,
wie war ich froh,
nicht selbst der Schöpfer
sein zu müssen.
Vorschläge ja wohl,
in stiller Kammer.

Welch kühner Geist,
würd jedem Menschen
innewohnen,
könnt er nur schaffen.
Doch fehlt die Arbeit,
erstickt der Mut.

Der Zweifel nagt,
es ist schon spät,
an Neuerungen zu glauben?
In meinem Lehnstuhl
weiß ich’s nicht,
ich verweile.

Ressourcen schlummern,
in einem kurzen Leben,
riesengroß und warten
auf die Hand, die zugreift,
um Gottes Schöpfung
auszugleichen.

© R.Beinlich, 2007