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Befreiung von Zaratustra

Für ZARATUSTRA:
–Innensicht (der Weise ) -> Außenwelt (die Unwissenden, die
Gottgläubigen)
–Außensichtveränderung (sagt Innenwelt)
-> Verwandle dich:
Kamel (tragend, leidend) -> „Du sollst!“
Löwe (aufkeimendes Selbstbewusstsein) -> „Ich will!“
Kind (vorurteilsfrei, naiv, „ekstatisch“) -> „Ich schaffe / spiele!“
–Innensicht des Veränderten / Erkennenden / Tuenden
-> ich bekenne mich zu allen Schritten über die Hürden,
aber nur, wenn es keine Widersprüche mehr zwischen
Vergangenem und Gegenwärtigem gibt
-> Vergangenheit ist Gegenwart und
-> Gegenwart ist Vergangenheit
-> Erlösung: „Es ist wie ich es wollte!“
Daher bedarf es keiner RACHE an den Verhinderern

Befreiung für ZARATUSTRA?
-> er Verursacher (am Ende wird er nicht erkannt)
-> der Entwickelte kam zu seiner Erkenntnis

Rache als Unfertigkeit

Nietzsche, Zaratustra

Nach „Du sollst…“ (das Kamel ) und „Ich will…“ (der Löwe)
folgt das „spielende Schaffen…“ (Kind) -> Tätigkeiten, die
Phase des Erkennens ->
(Ich wollte was war….)
Das ist die Erlösung (kein Widerspruch zw. Vergangenheit und
Gegenwart)
Ich wollte…
führt zur Unzufriedenheit -> zur RACHE an denen die dieses
Wollen behindert haben. Um moralisch damit umgehen zu
können, führe ich die STRAFE ein (Rache ist zu archaisch).
Befreiung erfolgt durch „So wollte ich es…“

Andere Betrachtung:
Nicht mehr nur von außen, auf die Theorie zum Verstehen,
sondern von innen auf die Wirkung dieser Ansichten!
-> Rache als Wirkfaktor…

Zweifel und Wahrheit

A. Zweifel als Grund für das Sein (Augustinus)
→ Descartea: „cogito ergo sum“

B. These: Zweifel ist die Wahrheit
→ Wahrheit ist subjektiv (durch individuelle Sinneswahrnehmung
→ für wahr nehmen!
→ diese Erkenntnis führt zum Zweifel
→ sowohl evtl. gegenüber der eigenen Wahrheit, doch zumindest zur Wahrheit des anderen

C. Wahrheit des einzelnen ist zweifelhaft
→ wahr ist der Zweifel (an der Wahrheit)
der Zweifel ist die Wahrheit!

Wissen – weise – Hölle

Wir wollen alles wissen, da wir neugierig sind – das sind wir aus Überlebens-
Strategie. Weißt du alles kannst du die Umwelt erkennen, beherrschen.
Wissen ist Information, die überprüfbar ist (empirisch).
Wissen verhindert nicht seine Zunahme, sondern fördert eher seine ver-
mehrte Zunahme.
Wissen ist erst einmal wertfrei – erst…
Der Weise weiß dieses Wissen einzuordnen, zu strukturieren, zu bewerten.
Er kann auch diesem Wissen seine Erfahrung bzw. seine Intuition hinzu
fügen – und damit zu einer höheren Erkenntnis gelangen.
(also hinter die Erscheinung, die äußere Wahrnehmung gelangen!)
d.h. Weisheit ist Wissen zu verstehen…

Warum ist Glauben eher positiv?
Es geht um die Verheißung der „unsterblichen Seele“, des ewigen Lebens –
wenn du „gut“ (positiv, im Sinne der Religion) bist.
Dazu gehört der innere Widerspruch des „böse“ – Seins. Er ist nicht der
Widerspruch zum Glauben od. innerhalb des Glaubens, er ist als „Hölle“
Teil dieses. (Der Mensch wird auf den „rechten Weg“ gebracht)

Klagenfurter Studie über „Weisheit“ (WDR/Quarks+Co.14.08.2012):
Weisheit ->
Offenheit ->. <- Mastery
Reflektive. <- Emotionsregulation
Grundhaltung->. LEBENSEREIGNISSE
Emphatisch ->. <- Altruismus

Alle Ereignisse bringen den Menschen weiter!

Kriterien für Weisheit ( Studie s.o.)
1) Offenheit 2) Gefühle steuern
3) Reflexion. 4) Mastery
1) keine Angst vor neuen Ideen und Veränderungen
2) sensibel mit eigenen und anderen Gefühlen
3) über sich, das Leben und andere Menschen
4) man kann im Leben nicht alles kontrollieren –
c aber man ist auch nicht völlig ausgeliefert

Wenn es eine Seele gäbe…

Wenn es eine Seele gäbe…?
Wäre es spannend nach dem Tod zu erfahren, ob es Gott gibt?Variante A)
Seele, das Individuellste eines Menschen
sie unterscheidet sich von jedem anderen; sie ist die Signatur
sein Image, AbbildStirb der Mensch, so auch die Seele – als Gesamtheit des Individuums
ein Abbild, eher Schatten ihrer bleibt bestehen,
in der Erinnerung der Hinterbliebenen -> “ unsterbliche Seele“ hat
einen Bezug auf die Menge und die Intensität der Erinnerung an
ein Individuum –
-> erinnert sich keiner ist die Seele so tot wie der Körper
-> die Seele an sich ist verpufft, ihre Energieform hat sich geändert –

Die Energie ist per Erinnern auf andere übergegangen .

Variante B)
Die Seele ist der Fingerabdruck des Individuums, unverwechselbar
und eins mit ihm -> Seele = Individuum !

Dreidimensionales (incl. „Zeit“) Abbild des Individuums [alles was nicht physisch ist]. Gefühle -> Schnittstelle zwischen Körper und Seele

Ihre Unsterblichkeit ist die Imagination in den Köpfen
der Hinterbliebenen.
Ihre eigene Energieform kann ohne Leben nicht erhalten
werden (verliert ihre Struktur -> Energieumwandlung).

Seele ist der an den Körper gebundene Schatten [als Schlemil seinen
Schatten verkaufte, verkaufte er seine Seele und das Licht (des
Lebens) ließ ihn fremd werden].
Die dritte Dimension des Schattens ist die an den Körper (das
Leben) gebundene Bewegung.

Wahrheit und der Weg zu ihr

Die Wahrheit ist das Ziel des Denkens
(eigentlich ist es Wunsch sie zu erlangen)
Die Suche nach der „absoluten“ Wahrheit ist das denkende Leben.
These:
Es gibt nur eine Wahrheit, das ist der Tod!
(empirisch beweisbar, jedem einsichtig)
Fände man die Wahrheit wäre es das Ende (glückliches Ende).Die Suche nach „der Wahrheit“ kann nur grau sein,
unklar, durchscheinend zwar aber nicht durchsichtig,
Erst nach dem der Gedanke (die Frage) formuliert ist,
überprüft ist auf Ergebnisse, ist der Teilschritt der
Suche temporär bestätigt.

Die Ahnung von Wahrheit ist subjektiv –
Wahrheit muss aber sowohl subjektiv als auch objektiv
wahr sein.
Wahrheit gilt für alle Subjekte!

Wahrheit eine Illusion

Wahrheit ist Bequemlichkeit
Aktiv:
Absolutheit setzt die Gedankenbewegungen außer Kraft
Dogmatismus ist die Folge
Macht ist die Mutter der Idee
Nichts gilt mehr als siePassiv:
Wahrheit, die es nicht gibt ist Ideenfabrikant für legalisierten
Terrorismus (im Kopf und im Körper)
Wahrheit ist das Paradies (Schlaraffenland?)
Es gibt kein Glück am Ende

Fehler:
Die Gedanken stehen nicht fest,
es sei man höre auf zu denken
und lasse die Grautöne aus –
schwarz und weiß bleiben.
Kleine Betrachtung, keine Argumentation
kann die Freiheit des Gedankens begrenzen.
Es sei man begrenze das Leben
und tötete die Freiheit.

Einst fürchtete ich mich vor Vergangenem
und dem Jetzt –
also maßregelte ich alles in der Gegenwart
und lege die Regeln an.
Die Welt wird schöner, bunter,
weil ich sie anstreiche, sage es ist gut so.
Ich habe keinen Gott mehr,
jedoch habe ich seine Stelle eingenommen.
Ich weiß was gut ist, Ich mache die Regeln,
Ich kenne die WAHRHEIT!
(Ich schöpfe sie.)

Ausgegrenzt

Ich zieh einen Kreis um euch
und nenne mich
ausgegrenzt.

Ich spreche nicht mit euch
und nenne mich
stumm.

Ich sehe euch nicht an
und nenne mich
blind.

Ich küsse euch nicht,
ich fasse euch nicht an,
Berührung tut mir weh
und nenne mich
unberührbar.

Meine Kreise,
meine Stummheit,
meine Blindheit,
meine Unberührbarkeit
nehmt ihr dankbar war.

So mach ich mich
zu eurem Schuldigen.
Ich drehe mich
in meinem Kreis.
Und eure Finger
ziehn Spiralen.

Tanz Bärchen,
Tanz.
Und summ
das Lied dazu.
Nur meide
ihre Köstlichkeiten.

© R.Beinlich, 2006