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Philosophisches Denken

– Für mich ist „philos. Denken“ nicht in erster Linie die Sammlung der Gedanken herausragender
Leute, sondern die Präzision (oder auch „Schönheit“) der Gedankenstruktur – d.h. sichtbar
zu machen, wie/was Menschen denken und wie das die menschliche Kulturentwicklung geprägt
hat. Aber für mich besonders, ist es das Heraustreten aus einem Nebel, der mein ganzes Leben
die Wahrheit verschleierte.
Mit Gefühlen umzugehen gelingt erst, wenn man differenzieren kann zwischen dem Treibenden
(triebhaften) und dem Lenkenden -> führt u.U. zu einer Art Schizophrenie, ist keine vernuft-
gesteuerte Verbindung vorhanden.
Es gibt kein wahrhaftes Leben, ist man nur auf der einen Seite (der rein logische Mensch oder
der emotionale) – ich meine vor allen Dingen gibt es nur den „schwachen“ Menschen – im Bemühen
um Ganzheitlichkeit, letztlich „Wahrheit“ (im Höhlengleichnis von Platon wird am Ende, der die
Wahrheit Wissende von den „Glaubenden“ erschlagen.
Heute sah ich im TV (phoenix) eine Sendung über das „Glück“ und das Wichtigste für mich war
die Erkenntnis, dass die „persönliche Autonomie“ ganz entschieden zum Glück gehört (- alles,
was von außen kommt ist vergänglich, alles, was man sich selber zubilligt bleibt bestehen!).

Trost auf Flaschen

Ich war dabei, als der Trost
auf Flaschen abgefüllt wurde.
Wir tranken die ersten.
Und unsere Hoffnung gebar Träume.
Die Welt wunderbar und berauschend.
Das Elend war schon eingepreist.
Die Zeche zu zahlen.

 

Körperwärme

Die Körperwärme,
spürbar noch
aus der Entfernung,
fühlte ich so gern
auf meiner Haut.
Wo kalte Schauer
nach einander jagen
und Leben fern.
Ach, gib mir
deine Hände, deine Haut
und schmieg dich
wärmend um mein Herz.
Der Atemzug,
ich mag dich,
seufzend kommt
aus meinem Mund.

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aus "Texturen",  Gedichte von R.Beinlich 2006